Dienstag, 11. Mai 2021

Neues von der Versorgungsfront

Ablehnungen der Ersatzkassen

Vor einger Zeit habe ich über die Ablehnung von Folgerversorgungen bei Ersatzkassen berichtet. Nun hat die Bundesinnung der Hörgeräteakustik sich zu dem Sachverhalt geäußert. Diese vertritt die Hörakustikbranche und ist demnach natürlich für die Genehmigung der Folgeversorgungen. Auch die Biha verweist hier auf die Problematik der Vergütungen. Weder Serviceleistungen, noch Reparaturen sind nach Ablauf der Regelversorgungszeit abrechnungstechnisch klar geregelt. Die Fachbetriebe sind nach sechs Jahren nicht mehr verpflichtet diese Leistungen kostenfrei durchzuführen. Auch Ersatzgeräte im Reparaturfall sind nicht mehr bindend, ebenso wenig Nacheinstellungen. Bislang wurde dies dennoch getan, weil in absehbarer Zeit eine Folgeversorgung und somit auch Einnahmen für den Fachbetrieb erwartet werden konnten. Wie sich die Fachgeschäfte nun verhalten werden ist fraglich.

Zum Ablauf:
Die Krankenkasse prüft bei eingereichter Versorgungsanzeige zunächst die Zweckmäßigkeit der bisherigen Versorgung im Hinblick auf die Verstärkung. Ist diese noch ausreichend oder kann erweitert werden, lehnt sie eine Folgeversorgung ab.

Nun können aber weitere Gründe angeführt werden. Ist bspw. ein besseres Sprachverstehen mit aktuellen Geräten nachweisbar, so wäre dies ein zusätzlicher Grund für eine erneute Versorgung. Ähnlich verhält es sich mit dem Nachweis über eine unwirtschaftliche oder undurchführbare Reparatur. Z.B. dann, wenn keine Ersatzteile seitens des Herstellers mehr verfügbar sind. 

Im Zweifel kann die Krankenkasse dennoch eine Versorgung ablehnen oder ggf. einen Kostenvoranschlag für eine Reparatur verlangen. Wird der Widerspruch ebenfalls abgelehnt, bleibt dem Versicherten nur die Klage.



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