Mittwoch, 30. Juni 2021

Herstellerphilosophien

Wer setzt auf welche Karte?

Sicherlich gibt es nicht den konkreten einen Fokus, aber jeder Hersteller hat gewisse Prioritäten bzw. Innovationen. Hier zeige ich mal eine kurze Übersicht aktueller Entwicklungen:

GN Resound
GN hat die Möglichkeit zur Wahl eines Fokus- und eines Monitorohres etabliert. Hierbei werden rechts und links getrennte Richtwirkungen der Geräte genutzt, um einen Fokus zu erzielen, aber auch den Raumklang aufrecht zu erhalten (Direktional und Omnidirektional). Eine andere Entwicklung die man GN zuschrieben muss, ist der M&RIE-Hörer (microphone and receiver in ear). Hierbei wurde ein weiteres Mikrofon im Hörer verbaut, sodass weitere Filterung von Störgeäuschen möglich ist und die akustischen Gegebenheiten der Ohrmuschel mehr berücksichtigt werden sollen. Diese Entwicklung ist Teil der "organic hearing"-Philosophie. 

Sonova
Phonak, Unitron und Hansaton setzten mehr auf Konnektivität. Hier ist wohl besonders Tap-Control und Bluetooth zu nennen. Sonova ist bislang der einzige Hersteller, welcher nicht Bluetooth LE sondern Bluetooth in den Hörsystemen verbaut hat. Auch wenn sich das auf die Laufzeit niederschlägt, ist es damit wesentlich kompatibler mit mehr Endgeräten. Tap-Control hingegen ist eine Funktion, bei der Telefonate angenommen und aufgelegt werden können, indem man seine Ohrmuschel antippt. Möglich ist das auch durch "hands-free" Telefonieren. So wird die Stimme des Trägers über die Hörgeräte an das Telefon weitergegeben. (kein Stereo)
Unitron hat noch eine weitere Eigenheit. Hier kann die Technikstufe auch nach dem Kauf noch variiert werden. So kann man bspw. einer 3er-Technikstufe kaufen und später nach Belieben, bis zur 9er-Variante, upgraden.

Widex/Signia
Widex und Signia gehören zwar zusammen, haben aber NOCH unterschiedliche Entwicklungen. Widex versucht sich seit langer Zeit an latenzfreier Signalverarbeitung (verzögerungsfrei), was durch Pure Sound erzielt werden soll. Dabei werden allerdings andere Funktionen an ein Minimum gefahren, um die Verarbeitungszeit zu verkürzen. Das betrifft primär die Rückkopplungsunterdrückung, wodurch die Geräte schneller pfeifen. Signia hingegen hat aktuell mit der AX-Plattform (Augmented Xperience) eine Zwei-Wege-Signalverarbeitung integriert. Hierbei werden Nutz- und Störschall über zwei getrennte Systeme verarbeitet, was a) mehr Kanäle zur Folge hat und b) präziser funktionieren soll. Auch künstliche Intelligenz (KI/AI) steht auf der Agenda.

Starkey
"Healthable-Hörsystem" ist eine Wortkreation aus dem Hause Starkey. Dahinter verbergen sich Funktionen wie Sturztdetektoren, Sensoren und künstliche Intelligenz, die die mentale Fitness und die körperliche Aktivität des/der Träger*in erfassen und auswerten kann. Auch kann es Unterhaltungen in 27 Sprachen übersetzen.

Oticon
Die Steckenpferde von Oticon waren zweierlei. Mit der OPN-Serie führte der Hersteller eine 360°-Mikrofontechnik ein. Dabei wurden Nutz- und Störschall punktuell fokussiert oder reduziert. Mit den nachfolgern OPN S versuchte Oticon hingegen Rückkopplungen vollständig zu eliminieren. Trotz großer Werbeversprechen wie "Wir haben physikalische Genzen gebrochen!" Blieb der erhoffte Effekt aus. Die Rückkopplungsunterdrückung arbeitete zwar gut und auch zuverlässig, auftreten taten diese aber immer noch. Im aktuellen Polaris-Chip der More-Serie, ist hingegen das DNN (Deep Neural Network) integriert. Dieses Feature wurde mit über 12 Millionen Klangumgebungen trainiert, um im Alltag möglichst alles detailiert wiedergeben zu können. Damit verfolgt Oticon weiter ihren Ansatz des "brain hearings".

Natürlich gibt es noch weitere Entwicklungen und Forschungsschwerpunkte, sowie weitere Hersteller, die aber alle irgendwo zu den gennanten dazugehören. Dies soll nur eine kleine Übersicht unterschiedlicher Firmenphilosophien bzw. Entwicklungsansätzen sein.


 

 

 

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Dienstag, 29. Juni 2021

Aktuelle Information: Neue Funktion der Widex-App

Widex "My Guide" ist verfügbar

Mit der neuen "My Guide"-Funktion in der Widex-App, integriert der Hersteller eine neue Hilfestellung. Diese beinhaltet hörgerätebezogene Anleitungsvideos, eine Fehlersuche und -behebung, sowie allgemeine Informationen zur Eingewöhnungsphase. Auch eine Erinnerungsfunktion soll das Tragen schneller zur Gewohnheit machen. 

Eine solche Unterstützung ist nicht gänzlich neu, kann aber Ärger und den ein oder anderen Gang zum Fachgeschäft, ersparen. 

Foto: Widex Hörgeräte


Sonntag, 27. Juni 2021

Garantie oder Gewährleistung?

Was ist denn was?

Dieses Thema betrifft natürlich nicht nur Hörgeräte, sondern wird ganz allgemein gern durcheinander gebracht. Hier mal ein kleiner Überblick der Unterschiede:

1. Garantie
Kurz und knackig: Eine Garantie wird vom Hersteller/Verkäufer freiwillig gegeben. Wie lange diese geht und was diese ein- und ausschließt, entscheidet allein der Anbieter. 

2. Gewährleistung
Unter dem Synonym "Mängelhaftung" wird es schon eindeutiger. Diese ist gesetzlich vorgeschrieben und bezieht sich auf Mängel an der Kaufsache. Auch die Laufzeit ist mit zwei Jahren ab Lieferdatum definiert (bei privaten Käufer*innen). Einzige Ausnahme ist ein offener "Streitfall". Für die Dauer der Klärung verlängert sich auch die Gewährleistungszeit. Existiert hier keine gesonderte Definition der Funktionalität der Sache, so ist die Basis die übliche Beschaffenheit bei Vergleichsprodukten. Weitere Mängel können aber auch Falschlieferungen, fehlerhafte Bedienungsanleitungen oder Abweichungen von Werbeaussagen sein. Als Privatperson muss nur nachgewiesen werden, dass ein Mangel vorliegt/vorlag (innerhalb der ersten sechs Monate). Möchte der/die Verkäufer*in diesen nicht anerkennen, muss er das Nichtvorhandensein beweisen. Als Käufer*in hat man nun das Recht auf Nachbersserung, Neulieferung (primär), Rücktritt vom Kaufvertrag, Schadenersatz oder Minderung des Kaufpreises (sekundär).

Bei gewerblichen Käufer*innen kann es Abweichungen geben!

Angaben ohne Gewähr! Dies ist ausdrücklich keine Rechtsberatung oder rechtliche Grundlage! Stand 16.06.2021

Bild von Pete Linforth auf Pixabay

Freitag, 25. Juni 2021

Aktuelle Information: Engpässe und Ende von Linx3D

Lieferschwierigkeiten bei Signia, Verkaufsende bei GN Resound

Signia:
Momentan gibt es einige Lieferschwierigkeiten. Betroffen hiervon sind folgende Produkte:

  • Externe Lautsprecher (MiniReceiver 3.0) 
  • Hörgeräte Active (Pro) X
  • Silk X
  • Insio Nx

Die Lage soll sich in den nächsten ein bis zwei Wochen wieder normalisieren. Die Fertigungszeiten bei im-Ohr-Geräten sind allerdings schon länger erhöht. Um einen Stau zu vermeiden setzt Signia daher auf verlängerte Arbeitszeiten. Für dich als Endkunden sollten diese Verzögerungen aber weniger Auswirkungen haben. Die externen Lautsprecher, sowie Testgeräte (auch Silk) sind idR vorrätig im Fachgeschäft. Solltest du dich für ein Gerät entschieden haben, kann sich die Lieferung des entgültigen Verkaufsgerätes natürlich etwas nach hinten verschieben. Bei Sonderanfertigungen (Im-Ohr-Hörgeräten) spricht Signia von ca. 15 Tagen. Solange sollte aber das weitere Tragen der Demo- / Testgeräte kein Problem darstellen.

 

GN Resound:
Mit der neusten Aktualisierung der Anpasssoftwares von GN Resound und Interton, findet auch eine "Bereinigung" des Protfolios statt. Ab dem 30.09.2021 sind folgende Geräte nicht mehr verfügbar:

  • Resound Enya
  • Resound Vea
  • Resound Magna
  • Resound Linx3D (außer 3D 4 und CIC-Im-Ohr-Geräte)
  • Interton Ready (zum 31.12.2021)

Natürlich sind Reparaturen weiterhin möglich. Ab Verkaufsende müssen diese mindestens weitere sechs Jahre gewährleistet sein.


 

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Mittwoch, 23. Juni 2021

Augen auf beim Lauscherkauf

Bin ich in die Falle getappt?

Immer wieder liest man von Eigenlabeln wie sie bspw. von Ketten und Einkaufsgemeinschaften genutzt werden. Der große Vorteil ist natürlich, dass du als Kunde erstmal keinen technischen oder preislichen Vergleich anstellen kannst. Das ist zwar möglich, aber nur auf Umwegen und für den Leihen meist umständlich oder die Notwendigkeit gar nicht ersichtlich.

Für diesen Fall gibt es einen einfachen Trick:
Wenn du dich in der Ausprobe befindest, solltest du generell immer auf eine Kostenmitteilung bestehen, damit du eine verbindliche Preisangabe hast. Auf dieser steht in der Regel auch eine Hilfsmittelpositionsnummer des Gerätes. Anhand dieser kannst du nun das Gerät im Hilfsmittelverzeichnis suchen und einige Details rausfinden. Oft steht hier auch eine vorhandene Baugleichheit zu anderen Geräten. Ist dies nicht der Fall, kann aber zumindest ein anderer Fachbetrieb anhand dessen das Ursprungsgerät erkennen (bspw. durch Bild und die aufgeführten technischen Details im Verzeichnis). Durch die Bauform kann das Fachpersonal schon die Serie identifizieren und muss dann nur noch die Technikstufe herausfinden. Somit ist ein Preisvergleich wieder möglich.

 


Bei Eigenlabeln gibt es allerdings noch etwas zu beachten. Manche nutzen eigene Anpasssoftwares und Apps. Ist dies der Fall, haben andere Fachbetriebe nur schwer die Möglichkeit Änderungen vorzunehmen (bspw. wenn du umziehst, im Urlaub bist oder schlicht den Fachbetrieb wechseln möchtest) und die Eigenlabel-Apps können manchmal weniger als die originalen.

 

 

Dieser Prozess wird bald noch vereinfacht, da alle Geräte mit einer Identifikationsnummer (UDI = Unique Device Identification) ausgestattet werden sollen. Dies sieht das neue Mediziprodukterecht vor und soll genaue Details der Geräte in einer Onlinedatenbank zugänglich machen. Das sollte eigentlich schon im Mai 2021 realisiert worden sein, ist aber immer noch im Aufbau.

Bild von Immo Schulz-Gerlach auf Pixabay

Sonntag, 20. Juni 2021

Hörgerät verloren?

Das sagt das Recht dazu:

Wer kennt es nicht? Ein kurzer Griff ans Ohr um zu fühlen, ob das Gerät noch an Ort und Stelle sitzt. Beim einen mehr, beim anderen weniger oft. Besonders mit Maske und Brille ist das Risiko des Verlustes erhöht. Doch was passiert in einem solchen Fall? Gibt es erneuten Zuschuss? Wie oft kann man es verlieren und existiert ein Anspruch auf Ersatz?

Die Rechtssprechung hält dazu zwei Dinge fest. 

1. Es gibt einen Anspruch auf den Ausgleich der Hörminderung. Dies ergibt sich aus §33 SGB V in dem es heißt:


"(1) Versicherte haben Anspruch auf Versorgung mit Hörhilfen, ..."


Somit muss die gesetzliche Krankenkasse einen Ausgleich der Hörminderung, im Rahmen der Festbeträge, bezahlen und auch bei Verlust weiterhin gewährleisten. 

Konkret heißt dies, dass auch im Verlustfall ein Ersatzgerät bezahlt werden muss. Wichtig ist, dass hier aber nur der Zuschuss erneut geleistet wird. Ein beim Kauf geleisteter Eigenanteil muss erneut selbst gezahlt werden. Hierzu ist übrigens der Gang zum HNO erforderlich, da ein neues Rezept ausgestellt werden muss. Dieses wird dann der Krankenkasse eingereicht und eine Genehmigung eingeholt. Auch ein Zweizeiler, in welchem der/die Versicherungsnehmer*in den Verlust beschreibt (Verlusterklärung) ist erforderlich.

TIPP: Der Fachbetrieb muss bei Ersatzgeräten lediglich die Einstellung übertragen und kleine Bürokratische Arbeiten erledigen. Der größte Aufwand durch Beratung, Anpassung und Nachjustierungen entfällt hier. Bei einem solchen "Thekenverkauf" sollte ein guter Rabatt aushandelbar sein!

2. Laut dem Landesgericht Bayern (Aktenzeichen L 15 VJ 2/02) ist es unerheblich, wie oft das Gerät verloren wurde. Verlust oder Instandsetzung müssen gewährleistet sein. Auch hier gilt natürlich, dass bei Hörsystemen mit Zuzahlung auch bei Reparaturen zugezahlt werden muss.

"Auch bei Unbrauchbarkeit oder Verlust eines Hilfsmittels hat der Berechtigte Anspruch auf Instandsetzung und Ersatz, wenn die Unbrauchbarkeit oder der Verlust nicht auf Missbrauch, Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit des Berechtigten oder Leistungsempfängers zurückzuführen ist"  

Bild von succo auf Pixabay

Donnerstag, 17. Juni 2021

MFI, Apple und Hörgeräte

Kommt da noch mehr?

Apple war in Sachen Hörgeräte schon immer schneller als andere. Schon durch MFI (Made for iPhone) war und ist es möglich, Hörgeräte direkt mit dem iPhone zu steuern, ganz ohne App. Jetzt geht Apple aber noch einen Schritt weiter. Vielleicht getrieben durch Bose, vielleicht durch Sennheiser, jedenfalls sollen künftig (ab iOS 15) neue Funktionen integriert werden. Zum einen soll es möglich werden mit Hörgeräten völlig freihändig zu telefonieren (hands-free), zum anderen soll der Klang des Smartphones an das Hörprofil des Tägers angepasst werden. Ersteres ist nicht neu und bei Phonak bereits integriert. Andere Hörgerätehersteller müssten da technisch nur noch nachziehen. Da so genannte Hearables, man könnte auch sagen "klanglich angepasste Kopfhörer mit Mikrofonen", einen immer größeren Markt erfahren, wird wohl auch Apple sich dort positionieren wollen. Das neue iOS 15 wird für diese Funktionen eine Audiogramm-Eingabe bereitsstellen, eine Justierung für Sprachanhebung und Störgeräuschabsenkung und eine Tinnitusfunktion mit diversen Klanglandschaften.

Diese Produkte könnten weltweit ein ernster Wettbewerber für die Hörgerätebranche werden. Ob Hörsysteme als Medizinprodukt irgendwann ausgedient haben werden, wird sich zeigen. Ein Umdenken und eine Veränderung am Markt wird dies aber sicher zur Folge haben.

Bild von David Schwarzenberg auf Pixabay

Dienstag, 15. Juni 2021

Aktuelle Information: Corona-Sonderregelungen

Verlängerung der Sonderregelungen

Aufgrund der Corona-Pandemie (und zur Reduzierung von Kontakten) konnten Kundendokumente, wie Lieferscheine und Empfangbestätigungen, bisher auch vom Akustiker unterschrieben werden. Diese Möglichkeit bleibt vorerst bis zum 30.09.2021 bestehen.

Bei der ohrenärztlichen Verordnung gilt ebenso weiterhin, dass sowohl Ton- als auch Sprachmessung nicht zwingend eingetragen sein müssen. Auch muss das Ausstellungsdatum nicht vor Versorgungsbeginn sein. In dringenden Fällen kann eine Versorgung auch ohne ohrenärztliche Verordnung begonnen, muss aber zur Abrechnung im Original nachgereicht werden. Ebenso weiterhin ausgesetzt bleibt die 28-Tage-Regel, innerhalb derer eine Versorgung nach Austellug der Verordnung begonnen werden muss (§8 Absatz 2 der Hilfsmittelrichtlinie).

 

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Montag, 14. Juni 2021

Aktuelle Information: Verzögerung bei Signia

Verkaufsstart verzögert sich.

Auch Signia wollte mit den neuen Pure Charge & Go AX ein 3-in-1-Ladegerät einführen. In diesem sollen die Geräte aufgeladen, desinfiziert und getrocknet werden. Das bereits "Pure DryClean Charger" benannte Gerät wird veraussichtlich aber erst im September seine Markteinführung haben. Als Grund gibt Signia Lieferengpässe bei benötigten Komponenten an. Natürlich sind die bisherigen Varianten weiterhin bezieh- und nutzbar. Wer aber auf die neue Lösung gewartet hat, sollte sich entweder mit dem Kauf neuer Geräte noch etwas in Geduld üben oder mit dem Fachgeschäft, wenn möglich, eine Nachlieferung/Tausch nach dem Launch vereinbaren.



Bild von Gino Crescoli auf Pixabay

Sonntag, 6. Juni 2021

Aktuelle Information: Markteinführung

Interton released neue Chipplattform

Grad erst hat Phonaks Untermarke "Unitron" die neue Blu-Plattform vorgestellt, welche wenig überraschend die gleiche ist wie die Paradise, da zieht auch GN Resound nach. Deren Untermarke "Interton" hat nun auch einen neuen Chip erhalten. Die neue Hörgeräteserie wurde auf den Namen "Move" getauft und beinhaltet drei Technikstufen: 4, 3 und 2. Insgemsamt gibt es außerdem acht Bauformen und fünf Farbvarianten. Ab der 2er-Technikstufe ist jegliches Zubehör von GN Resound kompatibel.

Natürlich gibt es auch hier eine Akkuvariante. Diese soll eine Laufzeit von bis zu 30 Stunden erzielen.

Ebenfalls wenig überraschend, dass die Bauformen und Funktionen identisch zu den GN Resound More-Geräten sind. 

 

Signia CROS

Die Markteinführung ist kurz und knapp. Mit der neuen AX-Chipplattfrom von Signia, folgt nun auch das Signia CROS AX. Im Gegensatz zu fast allen Mitbewerbern hat Signia damit ein völlig aktuelles CROS-System im Portfolio. Phonak nutzt hier bspw. noch die Belong-Plattform, welche im restlichen Produktprogramm fast vollständig durch Marvel und dann Paradise abgelöst wurde.

Mittwoch, 2. Juni 2021

Blu vs. Paradise

Unitron Blu- vs. Phonak Paradise-Plattform:

Die Blu-Plattform ist identisch zur Paradise-Plattform, denn beide nutzen den gleichen PRISM-Chip. Somit hat also auch Unitron nun Bluetooth und nicht Bluetooth LE (Low Energy) verbaut und kann so mit mehr Endgeräten kommunizieren und auch zwei Verbindungen zulassen.

Wie so oft in der Technik, rutschen Neuerungen irgendwann von oben nach unten. Phonak selbst hat zwar weiterhin die Funktion "Tap-Control", bei der durch bloßes Antippen der Ohrmuschel Telefonate angenommen und aufgelegt werden können, nur in den Technikstufen 70 und 90 integriert, die Schwesterfirma Unitron hingegen gibt diese schon ab der 3er-Technikstufe der neuen Blu-Serie frei.


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